Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen

Veranstaltungsreihe: Antifeminismus, Maskulinismus, „Marsch f. d. Leben“ & feministische Perspektiven

Zahllose reaktionäre Bewegungen und Organisationen machen sich in unserem Alltag bemerkbar. Homophobie, Transphobie, grundsätzliche Genderablehnung sowie Rassismus und Antisemitismus tauchen in den verschiedensten Bereichen auf. Wer versucht an welchen Stellen Einfluss zu nehmen und wie können und wollen wir uns einem Rückwärtstrend entgegenstellen?

Der Arbeitskreis Antisexismus im Anna & Arthur und die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen laden ein, dabei zu sein:

22.08.2016

Organisierter Antifeminismus – Netzwerke, Akteur*innen, und Ideologien

In seinem Vortrag wird der Soziologe und Autor Andreas Kemper die gesellschaftlichen Kräfte darstellen, die maßgeblich gegen sexuelle und reproduktive Rechte aktiv sind. Es sollen die Schnittmengen und Unterschiede in den Strategien des in sich heterogenen Milieus antifeministischer Akteure aufgezeigt und danach gefragt werden, inwieweit es der extremen Rechten gelingt, aktuell Einfluss in gesellschaftlichen Debatten etwa um die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare zu gewinnen.

Ein Schwerpunkt wird dabei auf die geschlechter- und familienpolitischen Ziele der AfD gelegt. Die AfD führt einen Kulturkampf von rechts. Was macht ihn aus? Warum ist er gerade so erfolgreich und wie können fortschrittliche Gegenentwürfe einer Gesellschaft, die auf soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Gleichheit setzt aussehen?

Andreas Kemper (andreaskemper.wordpress.com) veröffentlichte neben dem Buch zur AfD „Rechte Euro-Rebellion“ eine Einführung in das Thema Klassismus, sowie kritische Bücher zum organisierten Antifeminismus/Maskulismus. Anfang März 2014 erschien seine Publikation „Sarrazins Correctness. Zur Tradition der Menschen- und Bevölkerungskorrekturen“ und eine Expertise zur Geschlechterpolitik der AfD („Keimzelle der Nation?“ Friedrich-Ebert-Stiftung). Andreas Kemper promoviert in Münster zum Thema Klassismus.

19 Uhr – Leuphana Universität Lüneburg – Scharnhorststraße 1 – Hörsaal 4

Diese Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Lüneburger Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ sowie dem Lady*fest Lüneburg. Das Lady*fest wird im Rahmen des Förderprogramms Generation³ aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert.

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02.09.2016

Maskulinismus

Viele Maskulisten haben rechte oder rechtsextreme Einstellungen.Problematisch ist hier bereits die Grauzone, mit denen Maskulisten arbeiten können. Wer sind die Akteure, in welchen Bereichen zeigen sie sich aktiv und worin besteht ihr Einfluss?

19 Uhr – Anna & Arthur – Katzenstr. 2 – Lüneburg

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09.09.2016

We can´t believe we still have to protest this shit – dem reaktionären „Marsch für das Leben“ am 17.09.2016 in Berlin entgegentreten!

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung gegen den jährlichen Aufmarsch fundamentalistischer Christ*innen in Berlin. Wir bieten eine kurze Übersicht der „Lebensschutzbewegung“, ihrer europäischen und internationalen Vernetzung, ihrer Arbeitsfelder sowie der geplanten Gegenwehr.

19 Uhr – Anna & Arthur – Katzenstr. 2 – Lüneburg

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17.09.2016

Dem reaktionären „Marsch für das Leben“ in Berlin entgegentreten!

Antifeminismus sabotieren! – Für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren! – Christliche Fundamentalist*innen blockieren!

Gemeinsame Fahrt nach Berlin!

Aktuelle Planungen siehe auch: whatthefuck.noblogs.org

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14.10.2016

Selbstbestimmung?! Feministische Perspektiven in Zeiten von PID und PND

Bei der Veranstaltung stellen wir dar, welche aktuellen gesetzlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch derzeit in Deutschland gelten. Wir zeigen auf, was Reaktionäre daran kritisieren und welches unsere feministische Kritikperspektive ist. Anschließend beschreiben wir die aus unserer Sicht notwendige feministische Perspektive auf Selbstbestimmung, die durch (neue) medizinische Techniken (wie z.B. PID, PND,…) immer wieder neu diskutiert und gefunden werden muss.

19 Uhr – Anna & Arthur – Katzenstr. 2 – Lüneburg

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Diese Veranstaltungsreihe ist als Anfang zu verstehen, gemeinsam zu feministischen und antifaschistischen Inhalten zu arbeiten – und das heißt für uns: sich auseinanderzusetzen, nachzuhaken, zu recherchieren, sich und andere zu informieren, Kritik zu formulieren und sich antifeministischen und faschistischen Positionen entgegenzustellen!

Montag, 22. August 2016 - Freitag, 14. Oktober 2016
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