Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen

Was tun, wenn’s brennt?

Eine Infoveranstaltung zum Verhalten auf Aktionen und Demos während des G20-Gipfels in Hamburg

Mit der Roten Hilfe Hamburg und Out of Action Hamburg

19 Uhr

Infocafé Anna & Arthur

Katzenstr. 2

Lüneburg

Die Staats- und Regiergungsvertreter*innen der mächtigsten Industrie- und Schwellenländer haben sich für den 7./8. Juli 2017 zum G20-Gipfel nach Hamburg eingeladen. Sie wollen darüber beraten, wie sie weiterhin ihre eigenen Interessen durchsetzen und die weltweiten Probleme in ihrem Sinne beherrschbar machen können. Bei allen Widersprüchen unter den G20-Staaten eint sie ein Ziel: Sie verteidigen die Eigentumsverhältnisse des Kapitalismus und damit eine Wirtschaftsordnung, die auf Konkurrenz, Verwertung, Ausbeutung und Profitmaximierung beruht. Die sozialen und ökologischen Folgen dieses Systems sind für die meisten Menschen auf der Welt verheerend.

Gegen diesen Gipfel werden tausende Menschen in Hamburg auf die Straße gehen und den Mächtigen der Welt ihre Ablehnung spürbar machen. Mit den massenhaften und vielfältigen Aktionen und Protesten soll auch eine Perspektive einer Welt aufgezeigt werden, die sich gegen das System stellt, was auf Patriarchat, Staat, Macht und Gewalt aufbaut. Eine Perspektive eines geschlechterbefreiten, selbstbestimmten und freien Lebens.

Zum Schutz des G20-Gipfels wird eine Armee von Polizei, Sicherheits- und Geheimdiensten und Bundeswehr aufgeboten. Protest soll unterbunden und eine schöne Propagandaschau der Herrschen inszeniert werden.

Doch Polizeigewalt, Veranstaltungsverbote oder Gefahrengebiete wird uns nicht davon abhalten, unsere Meinungen und unseren Protest in Hamburg auf die Straße oder in die Rote Zone zu tragen.

Dazu bedarf es aber auch einer guten Vorbereitung. Deshalb bieten wir eine Veranstaltung zur Demo- und Aktionsvorbereitung und zum Umgang mit Repression an.

“Was tun, wenn’s brennt? – Ruhe bewahren!”: So lautet die Grundregel jedes Katastrophenplans und auch unsere, damit die Teilnahme an einer Aktion oder Demonstration beziehungsweise eine mögliche Festnahme nicht zu einer Katastrophe werden.

Klar, es gibt riesige Unterschiede zwischen einer Demo und einer Demo. Häufig sagen wir uns, dass bei der Demo sowieso nix passiert und haben auch oft recht damit. Dennoch sollten einige Grundregeln auch auf einer vermeintlich entspannten Demo beherzigt werden, weil auch solche schon Opfer polizeilicher Übergriffe wurden. Um euch im Umgang damit sicherer zu machen, geben wir euch einige Tipps und Hinweise wie ihr euch und andere vor solchen Repressionen schützen könnt.
Was sollte vor einer Demonstration beachtet werden, was sollte eingepackt und was lieber zu Hause gelassen werden und was passiert wenn ihr doch mal festgenommen werdet? Wieso sollte ich bei Polizei und Staatsanwaltschaft die Aussage verweigern und was mache ich, wenn ich von ihnen Post bekomme? Was darf die Polizei auf Demos? Welche Vorwände werden genutzt, um Menschen festzunehmen? Ist es sinnvoll, ein Handy auf der Demo dabeizuhaben? Was kann ich tun, wenn die Polizei durchdreht und wie gehe ich mit Verletzten um?

Wichtige Fragen, die wir klar haben sollten, bevor wir im Juli nach Hamburg fahren werden. Gemeinsam mit der Roten Hilfe wollen wir zusammen mit euch diese Fragen beantworten. Außerdem werden Vertreter*innen von Out of Action zu Gast sein und ihre Arbeit vorstellen.

Eine Veranstaltung der Antirepressionsgruppe Lüneburg. Im Rahmen der Lüneburger Mobilisierung gegen den G20-Gipfel.

Weitere Infos:

www.g20lueneburg.noblogs.org

www.g20hamburg.org

www.g20ea.blackblogs.org

Antirepressionsgruppe Lüneburg:

solidaritaet-lg@mail36.net

Donnerstag, 08. Juni 2017
19:00



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