Am 11. April 2015 jährt sich zum 70. Mal der traurige Jahrestag des Massakers an 60 – 80 KZ-Häftlingen in Lüneburg. Am 11. April 1945 wurden diese Menschen in der Nähe des Lüneburger Bahnhofs von Wehrmachtssoldaten und einem SS-Mann erschossen. Wenige Tage vor der Befreiung Lüneburgs am 18. April 1945 durch britische Truppen und der militärischen Niederwerfung Nazi-Deutschlands, wurden in Lüneburg noch mehrere KZ-Häftlinge umgebracht.
Stellungnahme der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen anlässlich der Einweihung des Eisenbahnwaggons am 22. März 2015, in dem ein Informations- und Gedenkort über die Ermordung von über 200 KZ-Häftlingen im April 1945 eingerichtet wird. Allerdings steht dieser Waggon neben einer Pferdestatue, die dem ehemaligen NS-Gauleiter Telschow gehörte. (mehr …)
Genau 102 Menschen nahmen an der Kundgebung gegen die JA/AfD-Veranstaltung in Lüneburg teil. Pünktlich um 18:30 Uhr wurde die Veranstaltung bei Regen eröffnet. In der Begrüßung hieß es diesbezüglich: „So mies wie das Wetter, genau so mies ist die Veranstaltung der Jungen Alternative.“
Wie wichtig die Kundgebung und eine kritische Auseinandersetzung mit der Extremismustheorie ist, wurde an zwei aktuellen Beispielen verdeutlicht, zum einen an der Presseberichterstattung vor der Kundgebung und zum anderen an einem Interview mit dem Bundestagsabgeordneten E. Pols. Der CDU-Mann Pols behauptete, dass an den Pegida-Aufmärschen „Rechte“ wie „Linke“ teilgenommen hätten. Ganz offensichtlich sieht Pols keinerlei Unterschiede mehr zwischen diesen beiden politischen Lagern. Ganz offensichtlich hat Pols die falsche Extremismustheorie verinnerlicht.
An der Veranstaltung der JA nahmen keine 20 Personen teil. Von den Rechten bekam mensch nicht viel mit, da sie größtenteils schon vor Beginn der Kundgebung anreisten und sich auch sonst nicht blicken ließen.
Nach Beendigung der Kundgebung wollten noch 30 Menschen dem Gastwirt des „Adlerhorst´s“ ihren Unmut über die regelmäßig dort stattfindenden AfD-Veranstaltungen verdeutlichen. Dazu versammelten sie sich vor der Tür der Gaststätte, die dann abgeschlossen und von zwei Polizeibeamten bewacht wurde.
Die antifaschistische Kundgebung wurde mit dem Versprechen beendet, dass auch in Zukunft mit Protesten gegen die AfD in Lüneburg gerechnet werden muss.