Leopoldshöhe – Seit Jahrzehnten ist Klaus Hoffmann aus dem niedersächsischen Bad Bevensen in der extremen Rechten und in neonazistischen Strukturen aktiv. Unlängst machte er sich im Kreis von alten Militär-Kameraden ein paar schöne Tage in Ostwestfalen.
Mit seiner „Kameradschaft ehemaliger Unteroffiziere, St u. Kp PzLehrBrig 9“ kam der langjährige NPD-Funktionär – wie erst jetzt bekannt wurde – im September in Leopoldshöhe bei Bielefeld zusammen. Auf dem Programm der „Kameradschaft“ stand auch ein „Besuch der Bw in der GFM- Rommel-Kaserne in Augustdorf“. Bei der Bundeswehr wurde man schon erwartet. Für die Besichtigung von „Waffen und Gerät“ stand ein „StFw“, sprich: Stabsfeldwebel, zur Verfügung. Die „Kameradschaft“ unter Führung Hoffmanns durfte, nachdem sie zu einem „schmackhaftem Mittagessen“ eingeladen worden war und nach einer Vorstellung des Standorts von 1935 bis heute, sogar mit Hilfe der Bundeswehr etwas Krieg spielen. Die „Kameraden“ bekamen laut eigenem Bericht „Erklärungen der Simulationsanlagen mit praktischen Übungen“. (mehr …)
Erinnerung an die Möbelwagenschlacht am 14. September 1930 in Uelzen
Am 14. September 1930 fand die fünfte Reichtstagswahl im damaligen Deutschland statt. Diese Wahl war auch durch Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Antifaschist_innen geprägt. So kam es dann auch im kleinen Uelzen zu einer heftigen Auseinandersetzung – die sog. „Möbelwagenschlacht“.
Im März 1930 scheiterte die Große Koalition unter dem SPD-Reichskanzler Hermann Müller. Reichspräsident Hindenburg ernannte daraufhin den Zentrumspolitiker Heinrich Brüning zum neuen Kanzler, der eine Minderheitsregierung ohne die SPD bildete. Diese Regierung scheiterte recht schnell und der Reichstag löste sich auf. Für den 14. September 1930 wurden Neuwahlen angesetzt. (mehr …)
Am 23. Oktober 1998 wurde Andrea Wolf vom türkischen Militär nach ihrer Gefangennahme während eines Gefechts bei Van in den kurdischen Bergen erschossen. Andrea wurde verwundet gefangengenommen und kurze Zeit später hingerichtet. Mit fielen weitere Angehörige der kurdischen Befreiungsarmee. Drei Tage später fand die Guerilla die Leiche von Andrea und den anderen Freund_innen, die in der Gefangenschaft ermordet wurden und begruben sie in den Bergen. Andrea hatte sich der kurdischen Befreiungsbewegung angeschlossen und kämpfte in einer Fraueneinheit. (mehr …)
Im September jährt sich das rassistische Pogrom von Hoyerswerda zum zwanzigsten Mal. 1991 griff ein Mob aus Nazis und „ganz normalen“ Bürger_innen tagelang zwei Heime von Asylsuchenden und Vertragsarbeiter_innen an. Die Menschen in den angegriffenen Häusern mussten um ihr Leben fürchten und wurden schließlich aus der Stadt evakuiert – der rassistische Mob hatte gesiegt.
Nach wie vor versucht man in Hoyerswerda, die Ereignisse von 1991 zu relativieren, zu verdrängen und zu vergessen. Die Initiative „Pogrom 91“ möchte dem durch verschiedene Aktionen etwas entgegensetzen. Die Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen unterstützt diese Initiative und schließt sich der Forderung nach einem Denkmal in Hoyerswerda an.
Am vergangenen Freitag wurden über 70 Menschen bei einem Bombenanschlag in Oslo und einem Massaker auf der Insel Utøya ermordet. Zunächst starben am Nachmittag mindestens acht Menschen durch eine detonierte Autobombe im Osloer Regierungsviertel. Kurze Zeit später wurden auf der Fjordinsel Utøya mindestens 68 Teilnehmer_innen eines sozialdemokratischen Jugendlagers getötet. Als Täter steht der Norweger Anders Behring Breivik fest. Das Geständnis und die bisher bekannten Einlassungen des Mörders zeigen ein Weltbild, das von Hass auf Muslime, Linke und Andersdenkende geprägt ist und das eine multikulturelle Gesellschaft als Feindbild ausmacht. (mehr …)