Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen

Alle doof, außer der Hampelmann

Am 9. Oktober 2022 findet die nächste Landtagswahl in Niedersachsen statt. Alle Parteien sind zurzeit dabei die dafür notwendigen Dinge zu klären. So werden Landeslisten und Direktkandidatinnen aufgestellt und Wahlprogramme verabschiedet. Am 1. August müssen alle dafür erforderlichen Unterlagen bei der Landeswahlleitung eingereicht sein. Auch die AfD beteiligt sich an diesem parlamentarischen Spektakel und möchte auch in der nächsten Legislaturperiode den Landtag wieder als Bühne für ihre rassistischen und unsolidarischen Positionen nutzen. Der Lüneburger Kreisverband der AfD hatte am 21. April 2022 in Dahlenburg ihre beiden Direktkandidaten für die Region bestimmt. Für den Wahlkreis 48 wurde Stephan Bothe gewählt. Für den Wahlkreis 49 Armin-Paulus Hampel. In den vergangenen Monaten präsentierte sich die niedersächsische AfD als zutiefst zerstritten und kaum in der Lage ein Mindestmaß an Parteiorganisation zu gewährleisten. Ihre Landesparteitage für die anstehende Wahl konnten nur notdürftig durchgeführt werden, die Wahlen des neuen Landesvorstandes und der Landeslisten werden aufgrund von vermuteten Satzungsverstößen und Unregelmäßigkeiten intern angefochten. In Lüneburg kommt jetzt hinzu, dass Armin-Paulus Hampel von seiner Kandidatur für den Wahlkreis 49 (Stadt Lüneburg) zurückgetreten ist. In einer Mail an den Lüneburger Kreisvorsitzenden Stephan Bothe, schreibt er süffisant, dass er Zweifel habe, ob er „mit den hohen intellektuellen Ansprüchen der AfD-Listenkandidaten mithalten kann.“ Womit er nichts anderes sagt, als dass er diese komplett für zu doof hält. Hampel ist eingeschnappt, weil er nicht selbst auf der Landesliste steht. Als ehemaliger Landesvorsitzender, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Kreistagsabgeordneter und Kreisvorsitzender in Uelzen, steht er mittlerweile ohne Funktion in seiner Partei dar und hat offenbar realisiert, dass seine Zeit in der AfD vorbei ist. Der Lüneburger Kreisverband muss jetzt – wenn sie im Wahlkreis 49 mit einem Direktkandidaten antreten will – eine außerordentliche Aufstellungsversammlung durchführen, um einen Nachfolger*in für Hampel zu wählen.
Insgesamt ist es erheiternd zu beobachten, wie sich die niedersächsische AfD weiter demaskiert und sich immer wieder erneut ein Bein stellt.

Einspruch!

Lüneburger Stadtrat will Neonazis zu Schöff*innen machen

(Aktualisiert:  8. Juni 2018, 19:00 Uhr)

 

Auf der letzten Sitzung des Lüneburger Stadtrats am 30. Mai 2018, hat dieser eine Vorschlagsliste für neue Schöff*innen durchgewunken. Obwohl von der Fraktion der Linken vorher darauf hingewiesen wurde, dass auf dieser Liste mindestens zwei bekannte Rechte zu finden sind.


Hintergründe  –  Pressemitteilungen  –  Zeitungsartikel

Kampagne „Einspruch: Nie wieder Nazis auf Richterbänken!


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Afd will Merkel „erlegen“

In einer Rhetorik, die einem Mordaufruf gleichkommt, machte die Lüneburger AfD ihre Zielvorstellungen deutlich. So zitiert sie den Redner auf ihrer Veranstaltung am 3. Mai 2018 im Lüneburger Glockenhaus, Nicolaus Fest, mit den Worten: „Wir sind nicht dazu da, Merkel zu jagen, sondern zu erlegen“.

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Paul Hampel (AfD) bei extrem rechten Verein zu Gast

Der NDR berichtete am 2. Dezember 2016 über einen Vortrag des niedersächsischen Landesvorsitzenden der AfD, Paul Hampel, beim extrem rechten „Arbeitskreis für deutsche Politik“ in Hollenstedt (Landkreis Harburg). Paul Hampel ist auch Kreisvorsitzender der AfD in Uelzen.

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Uelzener AfD-Kreistagsabgeordneter nimmt an völkischen Treffen in Edendorf teil

Maik Hieke, Rechtsanwalt und Kreistagsabgeordneter für die AfD, nahm am 30. April 2016 am sog. „Maitanz“ in Edendorf teil. Der „Maitanz“ ist eine Zusammenkunft von völkischen Familien und Gruppierungen, das jährlich von der Familie Hanke aus Moislingen veranstaltet wird.

Der NDR berichtete am 29. Oktober 2016 über die Verstrickungen von Maik Hieke im völkischen Netzwerk.

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